Eine schöne Einführung in die "Nasenwelt" für Anfänger und Fortgeschrittene.
Viviane Theby entführt Sie in die spannende Welt der Gerüche und zeigt Ihnen, wie Sie mit und von Ihrem Hund lernen können, auch einmal "mit der Nase zu denken!".
Auszug aus Schnüffelstunde. Nasenspiele für Hunde von Viviane Theby. Copyright © 2003. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Weitere Herausforderungen in der Spurensuche
Gegenstände anzeigen
Sich auf einer Spur Gegenstände anzeigen zu lassen, bringt eine schöne
Abwechslung. Beginnen Sie das mit einer deutlich kürzeren Spur, als der
Hund es eigentlich schon kann. Die Gegenstände müssen denselben Geruch
tragen, wie der Geruchsstoff, den der Hund zu Anfang der Spurensuche zu
schnüffeln bekommt.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten dem Hund zu erklären, was
wir von ihm wollen. Diese unterschiedlichen Möglichkeiten sind weiter oben
unter dem Kapitel »Anzeige« schon erklärt. Sollte der Hund an einem
Gegenstand vorbei laufen, schimpfen Sie nicht, zerren Sie ihn auch nicht
hin, sondern gehen Sie einfach zu dem Gegenstand und sagen in etwa: »Guck
mal, was ich hier gefunden habe! Hast du das übersehen?« Der Hund versteht
zwar die Worte nicht, aber er sollte in Ihrem Tonfall verstehen, dass Sie
ihn etwas bedauern, dass er diese Chance verpasst hat. Ein auch nur etwas
ehrgeiziger Hund wird sich das nicht oft sagen lassen und sich das
nächste Mal viel mehr Mühe geben.
Wer unter allen Umständen sehr viel Wert auf das Anzeigen von Gegenständen
legt, sollte sich lieber mit dem Fährten befassen, wobei der Hund eben auf
die Bodenverletzungen trainiert wird. Bei unserer Art der Spurensuche kann
es nämlich je nach Wind und Untergrund sein, dass der Geruch nicht auf der
gegangenen Spur liegt. Dann ist es für den Hund natürlich auch schwierig,
wenn nicht gar unmöglich, Gegenstände anzuzeigen, die in einem großen
Abstand
von da liegen, wo er nun tatsächlich sucht.